Montag, 30. Juli 2012

TV-Tipp: Die Milch-Lüge.

Falls ihr heute Abend noch nichts vorhabt, dann habt ihr es spätestens jetzt: Um 22 Uhr (bis 22 Uhr 45) kommt auf NDR eine Dokumentation, die sich mit dem ach so beliebten Getränk Kuhmilch kritisch auseinandersetzt. Die Milch-Lüge heißt sie, beworben wird sie vom NDR wie folgt:

Man kennt sie, die Werbeslogans über die "Milch, die munter macht". Kaum ein Produkt hat ein besseres Image. Die Deutschen sind Weltspitze im Verzehr von Milchprodukten. Doch mittlerweile mehren sich die kritischen Stimmen. Die Milch steht unter Verdacht, Krankheiten wie Neurodermitis, Asthma oder Diabetes auszulösen. Problematisch wird es, wenn der Milchkonsum spät oder gar nicht als potenzielle Ursache für ein Leiden hinterfragt wird.
Milch als Grundnahrungsmittel, insbesondere für Erwachsene, ist unter Wissenschaftlern nicht unumstritten. Die einen behaupten, ohne Milch fehle dem Menschen ein wichtiger Kalziumlieferant, andere warnen vor möglichen Nebenwirkungen und Folgeschäden. Dennoch konsumieren die Deutschen immer mehr Frischmilchprodukte. Jährlich sind es durchschnittlich 85 Kilo Quark, Joghurt, Käse oder Vollmilch pro Person. Die Milchindustrie ist auf Hochleistung getrimmt. Für "45 Min- Die Milch-Lüge" macht sich Mirko Tomic auf Recherchereise und fragt: Macht`s die Milch wirklich?
Autor/in: Mirko Tomic,  Redaktion: Fabian Döring,  Regie: Mirko Tomic Bild: © AP Fotograf: MICHAEL PROBST // NDR

Ihr könnt der Veranstaltung gerne auch auf Facebook beitreten und eure Freunde einladen - je mehr Menschen damit beginnen, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen, desto besser!

Falls ihr nach der Dokumentation oder ganz allgemein Lesestoff zur Thematik sucht, verlinke ich euch mal ein paar Bücher, die allesamt sehr, sehr spannend sind und die Thematik entweder anschneiden oder sich sehr spezifisch damit auseinandersetzen.


Vegan! - Vegane Lebensweise für alle von Marc Pierschel 
Eine super Einsteiger-Fiebel, die die wichtigsten Argumente, Inhaltsstoffe und Möglichkeiten kurz herunterbricht. Als ich vergangenen Juli Veganerin wurde, hat es mir sehr weitergeholfen.


Tiere essen von Jonathan Safran Foer
Ein großer Überblick über Ernährung, vor allem aus dem philosophischen Blickwinkel, immer wieder untermauert durch die persönlichen Erfahrungen des Autors, aber auch durch Studien. Auch die Bedeutung des Themas Essen im allgemeinen nimmt er genauer unter die Lupe, spricht mit Aktivisten und Spezialisten.


Anständig essen - Ein Selbstversuch von Karen Duve
Karen Duves Selbstversuch ist eigentlich mehr oder weniger "Schuld" daran, dass ich Vegetarierin und später Veganerin wurde. Sie lebte vier Wochen nur von Bio-Produkten, vier Wochen vegetarisch, zwölf Wochen vegan und vier Wochen fruktarisch und inspirierte mich durch ihren Erfahrungsbericht, mich selbst von meinen Fesseln zu lösen und es einfach zu wagen. 


Milch besser nicht von Maria Rollinger
Dieses Buch bietet den großen Überblick über alles, was in Verbindung mit dem menschlichen Milchkonsum steht: Hochleistungskühe, Kalziummangel trotz hohen Milchkonsums, Klonkühe, die Tatsache, dass wir Tieren die Muttermilch wegtrinken... Vermutlich passt es am Besten zur Doku und eignet sich somit, um noch tiefer in die Materie einzusteigen.


Die China Study von T. Colin Campbell
Die China Study lese ich aktuell. Sie befasst sich nicht nur mit dem Konsum von Milch, sondern allgemein mit dem Konsum tierischer Produkte. Die dargelegten Studien sind irrsinnig aufrüttelnd und die Zusammenhänge, die zwischen dem Konsum tierischer Produkte und Wohlstandskrankheiten bestehen, sind gigantisch. Wer, wie ich, sehr auf seine Gesundheit achtet, wird nach der Lektüre dieses Buches alles in Frage stellen.

2 Kommentare:

  1. Kommt da nicht einiges durcheinander? Milch ist Milch und die kann man auch mal kritisch betrachten, was die Produktionsbedingungen, das Marketing und die evolutionbiologische Grundlange von Laktose-Intoleranz betrifft.

    Das andere ist die vegane/vegetarische Lebensweise, sind BIO-Produkte und Wohlstandskrankheiten.

    Man sollte alles fein säuberlich trennen und nicht alles in einen Topf werfen. Meine ich.

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    1. Klar, Mark, ein bisschen vermischt ist das schon, in meinen Augen hängt das aber alles zusammen - wenn wir uns zum Beispiel mit Laktose-Intoleranz ernsthaft auseinandersetzen, ist, so sehe ich das, die Antwort "vegane Ernährung ist natürlich" und nicht "lasst uns die Laktose chemisch aus der Milch filtern, scheiß auf pflanzliche Alternativen!" Kennen wir zum Beispiel die Produktionsbedingungen von Milch und sind mitfühlende, tierliebende Menschen - ist es dann nicht recht naheliegend, auf Milch verzichten zu wollen? Ich denke, wenn man sich "Die Milch-Lüge" anschaut, ist es nicht ganz unwahrscheinlich, dass man auch Interesse an dem "Gesamtpaket" entwickelt. Deswegen die relativ breit gefächerten Buchtipps. (Ich habe ja auch dazu geschrieben, dass wirklich kohärent mit der Doku-Thematik nur "Milch besser nicht" ist, das andere in die Richtung geht.)

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