Samstag, 4. August 2012

Wer trug mein Make-up zuerst?





Ich bin heut morgen aufgewacht 
Was hab ich seitdem alles falsch gemacht? 
Eine Stimme aus dem Radio 
Sagt heute wär sie gar nicht froh 
Dass wir auf fremde Kosten glücklich sind 
Ich seh mich um und glaub dass es stimmt 
Klebt an meinem Kaffee Blut? 
Schmeckt er deshalb nur halb so gut? 


Dann geh ich auf die Strasse und das tut weh 
Weil ich statt einem Lächeln nur leere Gesichter seh 


Ich bin gerad aufgewacht 
Hab meine Augen aufgemacht 
Für einen ersten Schritt ist es nie zu spät! 
Ich habe angefangen 
Ich hab jetzt Ökostrom 
Ich will mein Leben, weil es sonst ein andrer lebt 


Ich ärger mich, es ist zum schreien 
Ich tret von einem Fettnapf in den nächsten rein 
Wer trug mein Make-up zuerst? 
Wer findet Tiertests nicht verkehrt? 
Wo fließt das viele Wasser hin 
Während ich noch am Zähneputzen bin? 
Ist meine Jeans auch p.c.? 
Wer gibt mir dafür eine Garantie? 


Dann steig ich in die Bahn und das tut weh 
Ich seh das ich was ändern kann und das ich auch was ändern will 


Ich bin gerad aufgewacht 
Hab meine Augen aufgemacht 
Für einen ersten Schritt ist es nie zu spät! 
Ich habe angefangen 
Ich hab jetzt Ökostrom 
Ich will mein Leben, weil es sonst ein andrer lebt 

Montag, 30. Juli 2012

TV-Tipp: Die Milch-Lüge.

Falls ihr heute Abend noch nichts vorhabt, dann habt ihr es spätestens jetzt: Um 22 Uhr (bis 22 Uhr 45) kommt auf NDR eine Dokumentation, die sich mit dem ach so beliebten Getränk Kuhmilch kritisch auseinandersetzt. Die Milch-Lüge heißt sie, beworben wird sie vom NDR wie folgt:

Man kennt sie, die Werbeslogans über die "Milch, die munter macht". Kaum ein Produkt hat ein besseres Image. Die Deutschen sind Weltspitze im Verzehr von Milchprodukten. Doch mittlerweile mehren sich die kritischen Stimmen. Die Milch steht unter Verdacht, Krankheiten wie Neurodermitis, Asthma oder Diabetes auszulösen. Problematisch wird es, wenn der Milchkonsum spät oder gar nicht als potenzielle Ursache für ein Leiden hinterfragt wird.
Milch als Grundnahrungsmittel, insbesondere für Erwachsene, ist unter Wissenschaftlern nicht unumstritten. Die einen behaupten, ohne Milch fehle dem Menschen ein wichtiger Kalziumlieferant, andere warnen vor möglichen Nebenwirkungen und Folgeschäden. Dennoch konsumieren die Deutschen immer mehr Frischmilchprodukte. Jährlich sind es durchschnittlich 85 Kilo Quark, Joghurt, Käse oder Vollmilch pro Person. Die Milchindustrie ist auf Hochleistung getrimmt. Für "45 Min- Die Milch-Lüge" macht sich Mirko Tomic auf Recherchereise und fragt: Macht`s die Milch wirklich?
Autor/in: Mirko Tomic,  Redaktion: Fabian Döring,  Regie: Mirko Tomic Bild: © AP Fotograf: MICHAEL PROBST // NDR

Ihr könnt der Veranstaltung gerne auch auf Facebook beitreten und eure Freunde einladen - je mehr Menschen damit beginnen, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen, desto besser!

Falls ihr nach der Dokumentation oder ganz allgemein Lesestoff zur Thematik sucht, verlinke ich euch mal ein paar Bücher, die allesamt sehr, sehr spannend sind und die Thematik entweder anschneiden oder sich sehr spezifisch damit auseinandersetzen.


Vegan! - Vegane Lebensweise für alle von Marc Pierschel 
Eine super Einsteiger-Fiebel, die die wichtigsten Argumente, Inhaltsstoffe und Möglichkeiten kurz herunterbricht. Als ich vergangenen Juli Veganerin wurde, hat es mir sehr weitergeholfen.


Tiere essen von Jonathan Safran Foer
Ein großer Überblick über Ernährung, vor allem aus dem philosophischen Blickwinkel, immer wieder untermauert durch die persönlichen Erfahrungen des Autors, aber auch durch Studien. Auch die Bedeutung des Themas Essen im allgemeinen nimmt er genauer unter die Lupe, spricht mit Aktivisten und Spezialisten.


Anständig essen - Ein Selbstversuch von Karen Duve
Karen Duves Selbstversuch ist eigentlich mehr oder weniger "Schuld" daran, dass ich Vegetarierin und später Veganerin wurde. Sie lebte vier Wochen nur von Bio-Produkten, vier Wochen vegetarisch, zwölf Wochen vegan und vier Wochen fruktarisch und inspirierte mich durch ihren Erfahrungsbericht, mich selbst von meinen Fesseln zu lösen und es einfach zu wagen. 


Milch besser nicht von Maria Rollinger
Dieses Buch bietet den großen Überblick über alles, was in Verbindung mit dem menschlichen Milchkonsum steht: Hochleistungskühe, Kalziummangel trotz hohen Milchkonsums, Klonkühe, die Tatsache, dass wir Tieren die Muttermilch wegtrinken... Vermutlich passt es am Besten zur Doku und eignet sich somit, um noch tiefer in die Materie einzusteigen.


Die China Study von T. Colin Campbell
Die China Study lese ich aktuell. Sie befasst sich nicht nur mit dem Konsum von Milch, sondern allgemein mit dem Konsum tierischer Produkte. Die dargelegten Studien sind irrsinnig aufrüttelnd und die Zusammenhänge, die zwischen dem Konsum tierischer Produkte und Wohlstandskrankheiten bestehen, sind gigantisch. Wer, wie ich, sehr auf seine Gesundheit achtet, wird nach der Lektüre dieses Buches alles in Frage stellen.

This Is Not a Hipster Uniform.

Bio-Jutebeutel von daWanda.  Aus 100 Prozent Biobaumwolle, mit lösungsmittelfreiem Siebdruck bedruckt.

How to survive a Festival with the Boys.

Zurück vom Festival! Es war ziemlich gut, auch wenn ich so gut wie keine Band kannte (Highlights: School is Cool und Balthazar), es Samstagmorgen ziemlich heftig geschüttet hat (morgens aufgewacht und das Schlafsackfußende war extrem nass), es diverse Unfälle gab (mit Brennnesseln, Raviolidosendeckeln und Bierdosen) und wir die größten Assis vom Platz waren. (Immerhin haben wir den Mist am Abreisetag noch aufgeräumt, sonst hätte ich vermutlich die ganze - zugegebenermaßen auch nicht sehr ökologische - Autofahrt durchgeweint. Auf dem Hurricane habe ich noch auf Leute mit megaekeligen Zeltplatzecken gezeigt und "Schau dir mal diese Idioten an" - und dann fuhr ich mit den Jungs aufs Appletree...) 




Besonders gefallen hat mir, dass es sich um ein so kleines Festival handelt, das wahnsinnig familiär ist. Kauft man irgendwo im Supermarkt in Diepholz ein, so verwickeln einen die Verkäufer*innen in der Regeln in ein Gespräch ("Und, wie läuft das Festival so? Ich hoffe für euch, das Wetter bleibt gut!") und es ist einfach episch, dass man gratis (mit einer Bimmelbahn sogar) das Freibad zum Duschen und Schwimmen aufsuchen kann. Die Unterschiede zwischen dem Hurricane und dem Appletree sind wirklich gigantisch. Vom Camping-Gefühl her war das Appletree viel, viel schöner. Man konnte zum Ausladen der Sachen sogar auf den Campingplatz fahren, auf dem man nicht mit Auto campen durfte - oder gleich mit dem Auto campen, etwas, das auf dem Hurricane unvorstellbare wäre. Viel ruhiger, viel weniger Leute und Security, Apfelwein, akzeptable Merchandise-Pullover-Preise (auf dem Hurricane kostete ein Kapuzenpullover 50 Euro, auf dem Appletree 30 - herausfinden, woher der Pullover stammt, konnte ich übrigens dank mangelnder "Made in"-Beschilderung leider nicht), 
 


Was man auch von Festival zu Festival zu lernen scheint: Wie wenig man eigentlich braucht. Ich hatte beim Appletree schon viel, viel weniger mit als noch beim Hurricane, habe aber trotzdem immer noch das Gefühl, ein bisschen zu viel dabei gehabt zu haben. Dafür habe ich auch ein paar Dinge zu Hause vergessen - den Dosenöffner (zum Glück hatten drei meiner Mitcamper dran gedacht), meine Seifenblasen (ein Festival ohne eigene Seifenblasen ist etwas traurig) und festivaltaugliches Besteck (das nächste Mal werde ich vermutlich ein Taschenmesser mitnehmen, es ist megauncool, ein Messer mit scharfer Klinge in irgendeinem Jutebeutel rumschlackern zu wissen). Anstelle einer Isomatte wird das nächste Mal eine selbstaufblasbare Luftmatratze mitgenommen, das "Lass uns bei Regen eine Runde baden"-Tipi werden wir wohl gegen das Wurfzelt tauschen, mit dem wir nächsten Monat durch Norwegen wandern. Unerlässlich auch: Ein warmer Pullover. Entweder (wie in meinem Fall) auf dem Festivalgelände gekauft (Foto wird nachgereicht, alle meine Sachen waren entweder nass und/oder total sauig) oder aber einer von zu Hause. Ohne was ich ebenfalls gestorben wäre: Fleecekuscheldeck (die jetzt allerdings ebenfalls megaekelig ist, Ravioliflecken, Matschflecken, Bierflecken, Wasauchimmerflecken, ahoi!) und Campingstuhl. Nur Amateure fahren ohne Campingstuhl zum Festival! Obwohl ich dieses Mal viel, viel weniger Essen dabei hatte, habe ich irgendwie immer noch die Hälfte mit nach Hause genommen. Weniger ist in diesem Falle mehr - außerdem kann man speziell auf dem Appletree eine Menge veganes Essen bekommen oder aber morgens nach dem Freibad sich in der Stadt den Bauch vollschlagen (Salattasche für nur 3 Euro). 

Klar: Das Hurricane hatte ein episches Line-Up und hat mir deswegen so, so gut gefallen (Florence + The Machine!!!), war dafür aber vom Camping nicht so schön. Sehr weite Wege, relativ eng und unpersönlich, ziemlich kommerzialisiert. Dennoch: Bei gutem Line-Up werde ich auch weiterhin Geld in große Festivals investieren. Es ist einfach wunderbar, wenn man zu den Songs seiner Lieblings im Matsch tanzt und jede Zeile mitsingen kann. Für "nur" 34 Euro vier geile Tage auf einem kleinen, familiären Festival zu verbringen ist aber mindestens ebenso wiederholungswürdig.

Alexandra

Donnerstag, 26. Juli 2012

Festival, die zweite.

Ihr Lieben!


Im vergangenen Monat habe ich mich bereits drei Tage auf dem Hurricane in Scheeßel herumgetrieben und mir so eine ziemlich eindrucksvolle erste Festivalerfahrung beschert. So eindrucksvoll, dass ich mir dieses Wochenende gleich die nächste gönnen werde, dieses Mal aber in viel kleinerem Rahmen: Auf dem Appletree Garden Festival
Ich habe zwar wie gesagt noch nicht so viel Festival-Erfahrung, mit ein paar essentiellen Tipps kann ich aber dennoch bereits aufwarten: Vergesst niemals eine wasserdichte Jacke, Sonnencreme, Oropax und Klopapier, ansonsten wird der Festivalaufenthalt ganz bestimmt ziemlich nervig. Empfehlenswert außerdem: Medikamente gegen die blödesten Grunderkrankungen, die man sich auf einem Festival holen kann (ich meine nicht Syphilis!) und Gummistiefel. Und: Nehmt ihr viel Essen mit, dann achtet unbedingt darauf, dass alles dicht verschlossen ist. (Leidvolle Erfahrung: Das Rübenkraut-Zelt-Massaker 2012.) Ansonsten: Gemüseravioli, Gemüseravioli, Gemüseravioli! (Maggi ist zwar uncool, aber sie bieten vegane an! Ansonsten im Reformhaus oder Bioladen umsehen, kostet allerdings dann auch einiges mehr. Bei dm gibt es auch welche, mir persönlich sind die Dosen aber zu klein fürs Festival.) Ziemlich cool ist es auch, wenn man genügend Platz im Zelt hat - niemand verpasst dem anderen beim Umziehen versehentlich einen Kinnhaken, man kann sich bei Regen schnell in seine "vier Wände" plumpsen lassen, ohne entweder einen Zeltpartner oder irgendwelche Wertgegenstände plattzuwalzen und man schnarcht niemandem ins Ohr. Was auch nicht schaden kann: Ein schön großer Müllbeutel. Wenn ich mir überlege, wie manch einer den Hurricane-Campingplatz zurückgelassen hat... Puh, mein "Ich recycle bis zum Tode!"-Herz hat schon arg geblutet.



Festival, das ist für mich: Bunt, laut, inspirierend, tolle Musik, interessante Begegnungen, Gummistiefel, Federn und Tüchter im Haar, unzählige Arm- und Festivalbänder, im Campingstuhl vor dem Zelt sitzen und in Vorfreude schwelgen. Das Ticket für dieses Festival, war das erste Festivalticket, das ich erworben habe, bereits am ersten Verkaufstag. Aufmerksam wurde ich nur darauf, weil ein Freund seit mehreren Jahren dort hinfährt und wahnsinnig begeistert ist. Mal schauen, ob mich diese Begeisterung auch packen wird. Was ansonsten festivalmäßig 2012 noch auf dem Programm steht: Das Berlin Festival. Kleiner Tipp: Noch sind Karten zu haben! Vielleicht sieht man sich ja dort - ich bin die, die bescheuert in ihren gelben Gummistiefeln abtanzt und ihren Campingstuhl manchmal mit einem Thron zu verwechseln scheint.



Stehen bei euch diesen Sommer auch noch irgendwelche Festivals an? Habt ihr noch irgendeinen Geheimtipp für mich, was ich unbedingt mitnehmen muss? 


Wir lesen uns Sonntag!
Alexandra ♥



Mein musikalisches Appletree Highlight: School is Cool. Sehr coole "Baroque Pop"-Band aus Belgien.

Mittwoch, 25. Juli 2012

Frühstück.

Ihr Lieben!


Es gibt doch nichts Schöneres, als in aller Ruhe zu frühstücken, oder? Lieblingsessen, ein gutes Buch, die Sonne scheint... Wenn ich mir Zeit für den Start in den Tag nehme, dann merke ich, dass ich gleich viel bessere Laune habe.
Da ich heute einen kleinen Rohkost-Saft-Tag einlege, sieht mein Frühstück vielleicht etwas kärglich aus, aber es hat wirklich sehr satt gemacht: Wassermelone aus dem weltbesten Bioladen und Orangensaftschorle (Fruchtsäfte sind echte Kalorienbomben und ich trinke sie in der Regel immer gemischt - zwei Drittel Wasser, ein Drittel Saft). Dazu für die Seele: 'Eat, Pray, Love' von Elizabeth Gilbert.


Ich wünsche euch einen wunderschönen Tag (hier sind es tatsächlich schon 20 Grad!) und werde heute einen Ausflug ins Sauerland unternehmen.


Alexandra ♥

Von Schnapsideen und Fairsuchen.

Ihr Lieben!


Vermutlich ist das nur so eine spontane Schnapsidee, die sich irgendwie und irgendwann im Sand verlaufen wird, aber: Andererseits sind die spontanen Ideen irgendwie immer die besten. Wenn ich mir überlege, wo ich heute wäre, hätte ich manch eine spontane Impulshandlung nicht begangen... Nicht auszudenken!
Wie die, die durch meinen Literatur- und Kultur-Blog Aus der Sockenschublade auf dieses neue Projekt aufmerksam geworden sind, vielleicht schon wissen, liegt mir nachhaltiges Leben und Handeln sehr am Herzen - und: Auch wenn ich meine kurze, relativ glücklose Modebloggerinnenphase mit 16 überwunden habe: Ich liebe Mode noch immer. Ich liebe Armbänder und Jute-Beutel und Kosmetikprodukte. Hätte ich das Geld dazu, dann würde ich alles Fair Trade und Bio kaufen, aber: Irgendwo hat mein Konto seinen Grenzen, vor allem, weil ich ab Herbst studieren werde und bis dahin auch keinen wirklich festen Nebenjob habe. Und ich liebe Festivals und Reisen, was Unsummen an Geld schluckt!
Dennoch: Als ich heute Abend etwas tat, was ich zuletzt vor ziemlich langer Zeit zuletzt getan habe: Mich durch Modeblogs geklickt. Dabei stellte sich mir die Frage: Warum gibt's das nicht in Öko?
Und dann erinnerte ich mich an dieses Foto, das ich ein paar Stunden zuvor auf Facebook geteilt hatte:



Hier wird nicht alles Öko und zu 100 Prozent fair sein, das traue ich mir (noch?) nicht zu, aber ich werde euch mit auf meine Reise nehmen. In Bioläden und Reformhäuser, vegane Cafés und verwunschene Klamottenlädchen. Ich werde meine bescheidene Meinung zu Naturkosmetik abgeben und ja, ich werd mein Essen fotografieren - und hin und wieder das eine oder andere Rezept mit euch teilen. Könnte cool werden. Könnte total in die (faire, ökosoziale) Hose gehen. Also: Keine Ahnung, wohin das alles führen soll, aber ich probiere das jetzt einfach aus. Weil ich es kann.

Alexandra ♥